Franz Schubert - Biografie des Komponisten

Der Komponist Franz Schubert

Die Biografie von Franz Schubert

Franz Schubert wurde am 31. Januar 1797 in Wien geboren. Der hochbegabte österreichische Komponist wurde 1808 in die Wiener Hofkapelle und das Stadtkonvikt aufgenommen, wo er unter anderem vom italienischen Komponisten Antonio Salieri in Komposition unterrichtet wurde.

Als Schubert 1813 mit seinem Stimmbruch als Kapellknabe nicht mehr zu verwenden war, wurde er Schulgehilfe seines Vaters. Drei Jahre lang gab er Elementar­unterricht, bis es ihm sein Freund Franz von Schober ermöglichte, sich ganz der Musik zu widmen. Schober lies ihn bei sich wohnen und unterstützte ihn finanziell. Nur einmal in seinem Leben entschloss Schubert sich, ein öffentliches Konzert zu geben, und zwar am 26. März 1828 im Wiener Musikverein. Auf dem Programm standen sein Klaviertrio in B-Dur, der erste Satz eines Streichquartetts, ein Ständchen für Altsolo, Frauenchor und Klavier, ein Doppelchor für Männerstimmen und eine Auswahl seiner Lieder. Das Konzert war ein grosser künstlerischer und finanzieller Erfolg.

Viele seiner Kompositionen aber wurden nur an sogenannten Schubertiaden, Zusammenkunft gleichgesinnter Freunde im kleinen Kreis, aufgeführt. Schubert starb 1828 im Alter von gerade mal 31 Jahren an einer akuten Typhusinfektion.

Im Mittelpunkt von Schuberts Schaffen stehen seine Lieder. Den wesentlichen Anstoss dazu gaben die Lieder Zumsteegs. Schuberts erste Komposition, das Lied Hagars Klage D 5 von 1811 ist nach der Vorlage des Zumsteeg-Liedes Hagar's Klage in der Wüste Berseba von 1797 kompo­niert. Als Hofsängerknabe lernte Schubert die Sinfonien von Haydn, Mozart und Beethoven kennen. Obwohl er gefallen gefunden hatte an den grossen Sinfonien, trat doch das Lied immer mehr in den Mittelpunkt seines Schaffens. Erst ab 1822 fand Schubert auch in der Intrumentalmusik zu sich selbst und komponierte unter anderem die Sinfonie in h-Moll (D 759) und die Grosse Sinfonie in C-Dur (D 944).

Zu Schuberts Gesamtwerk zählen Werke für unterschiedlichste Besetzungen. Kammermusik, Bühnenwerke, Kirchenmusik, Klavierstücke, Orchestermusik oder Chorwerke. Zu den bekanntesten Werken gehören "Rosamunde" (Schauspiel), die Lieder "Heidenröslein", "Erlkönig" und "Die schöne Müllerin", Stabat Mater (Chormusik) und die Sinfonie Nr. 7 "Unvollendete". Franz Schubert starb am 19. November 1828 in Wien.

Im Rahmen der Obrasso Concerts werden Werke, des des Komponisten Franz Schubert, regelmässig im KKL Luzern, der Tonhalle Zürich und dem Casino Bern aufgeführt.

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Werkverzeichnis von Franz Schubert

Kompositionen welche im Rahmen der Obrasso Concerts aufgeführt wurden

Sinfonie Nr. 7 h-moll "Unvollendete"

Es gibt kaum ein Stück über das sich die Musikwelt mehr den Kopf zerbricht als Franz Schuberts Sinfonie h-Moll. Die Sinfonie h-Moll entstand im Herbst 1822. Sie war als Geste der Dankbarkeit gedacht und richtete sich an den Steiermärkischen Musikverein in Graz. Dieser hatte Schubert auf die Empfehlung von Anselm Hüttenbrenner zum Ehrenmitglied ernannt. Hüttenbrenner war damals Vorstandsmitglied des Vereins und ein guter Freund von Schubert. Er nahm die Sinfonie stellvertretend entgegen und genau hier beginnt das Rätselraten um die „Unvollendete“. Hüttenbrenner bewahrte sie 40 Jahre lang unter Ausschluss der Öffentlichkeit auf. Erst 1865 wurde der österreichische Dirigent Johann von Herbeck auf das Werk aufmerksam und initiierte seine Uraufführung. Vom Publikum frenetisch gefeiert, fand selbst der sonst so kritische Journalist Eduard Hanslick nur positive Worte für das Werk.

Bereits vor gut 150 Jahren erklang Schuberts Sinfonie h-Moll unvollendet: die Sätze eins und zwei sowie die ersten neun Takte des dritten Satzes. Trotzdem ist nicht klar, ob Schubert sie tatsächlich unvollendet liess. 1986 fand man im Archiv des Wiener Männergesangsvereins weitere Takte des dritten Satzes. Dazu existiert neben dem Manuskript eine Partitur mit fertig gedrucktem Titelblatt. Was also ist damit passiert?

Vermutung 1: Schubert hat die Sätze drei und vier selbst vernichtet. Schließlich war er sein stärkster Kritiker und empfand sie vielleicht als nicht gut genug. 

Vermutung 2: Schubert ließ sie absichtlich unvollendet. Im Zeitalter der Romantik versprühte das Unvollkommene einen enormen Reiz. 

Vermutung 3: Es gab einen Streit zwischen Schubert und Hüttenbrenner, bei dem die Noten zerrissen wurden. Das würde auch erklären, warum Hüttenbrenner die Sinfonie so lange bei sich geheim hielt. 

Der Komponist Franz Schubert

Franz Schubert - Sinfonie Nr. 7 h-moll, Unvollendete
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