Charles Gounod - Biografie des Komponisten
Der Komponist Charles Gounod
Die Biografie von Charles Gounod
Charles Gounod wurde am 17. Juni 1818 in Paris geboren. Der französische Komponist Gounod, studierte in Paris zunächst privat bei A. Reicha, nach dessen Tod am Konservatorium bei Jean-François Le Sueur, Henri-Montan Berton, Jacques Fromental Halévy und Ferdinando Paër. Mit der Uraufführung seiner 3-Akt-Oper «Sapho» debütierte Charles Gounod am 16. April 1851 an der Pariser Oper im Salle Le Peletier. 1852-60 war Gounod Direktor des Orphéon der Stadt Paris und schrieb für diese Männerchöre und Gesangsschulen, 2 Messen sowie kleinere Chorwerke. 1855 erschien seine «Messe solennelle à Ste-Cécile». Die Opern «La nonne sanglante» (1854) und «Le médecin malgré lui» (1858) brachten keinen Durchbruch.
Mit der Oper «Faust» (1859) schuf Gounod das Werk, das seinen Weltruhm begründen sollte. Danach folgten etliche weniger erfolgreiche Opern bis ihm mit der Oper «Roméo et Juliette» wieder ein erfolgreiches Meisterwerk gelang. In Frankreich wird «Roméo et Juliette» teilweise über «Faust» gestellt. 1870 übersiedelte Charles Gounod nach London und gründete dort den Chorverein Gounod's Choir, aus dem die heutige Royal Choral Society hervorging.
In den letzten Lebensjahren wandte er sich mehr der Kirchenmusik zu: Stabat Mater (1869), die Motette Ave verum (1871), Requiem (1873), Oratorium Mors et vita (1885), Te Deum und Messe en l'honneur de St-Jean-Baptiste de La Salle (1890) sind nur einige seiner Werke aus dieser Zeit. Die Messe solennelle en l'honneur de Sainte-Cécile in G-Dur ist das bekannteste kirchenmusikalische Werk von Charles Gounod. Ferner schrieb Gounod Orchesterwerke, darunter 2 Sinfonien, Kammermusik, Klavierstücke und auch Kinderlieder und Duette.
Charles Gounod verstarb am 18. Oktober 1893 in der französischen Gemeinde Saint-Cloud (Hauts-de-Seine) westlich von Paris.
Im Rahmen der Obrasso Concerts werden Werke, des des Komponisten Charles Gounod, regelmässig im KKL Luzern, der Tonhalle Zürich und dem Casino Bern aufgeführt.
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Werkverzeichnis von Charles Gounod
Kompositionen welche im Rahmen der Obrasso Concerts aufgeführt wurden
Messe solennelle en l’honneur de Sainte-Cécile (Cäcilienmesse)
Die Messe solennelle en l'honneur de Sainte-Cécile in G-Dur, im Deutschen meist kurz Cäcilienmesse genannt, ist eine Messe von Charles Gounod für drei Solostimmen, vierstimmigen Chor, Orchester und Orgel. Sie ist der heiligen Cäcilia, der Schutzpatronin der Kirchenmusik, gewidmet.
Die Cäcilienmesse ist wohl das bekannteste kirchenmusikalische Werk von Charles Gounod. Er komponierte sie im Alter von 37 Jahren. Sie ragt aus seinen übrigen Messen durch ihre ausgesprochen üppige Orchesterbegleitung hervor, während die meisten anderen Messen Gounods neben den Sängern höchstens eine Orgel benötigen.
Die Cäcilienmesse wurde am 22. November 1855, dem Jahrestag der Heiligen Cäcilia, in St-Eustache de Paris uraufgeführt. Der damals ebenfalls anwesende Komponist Camille Saint-Saëns schrieb später:
Die Aufführung der Cäcilienmesse rief eine Art Benommenheit hervor. Diese Einfachheit, diese Grösse, dieses reine Licht, das sich über die Musikwelt wie eine Dämmerung breitete, setzte die Leute sehr in Erstaunen: Man fühlte, dass hier ein Genie tätig gewesen war ... glänzende Strahlen gingen von dieser Messe aus ... zunächst war man geblendet, dann berauscht und schliesslich überwältigt.
