Nikolai Andrejewitsch Rimski-Korsakow - Biografie des Komponisten
Der Komponist Nikolai Andrejewitsch Rimski-Korsakow
Die Biografie von Nikolai Andrejewitsch Rimski-Korsakow
Nikolai Andrejewitsch Rimski-Korsakow, geboren am 18. März 1844 in Tichwin und gestorben am 21. Juni 1908 auf Gut Ljubensk bei Luga, war ein russischer Komponist.
Rimski-Korsakow stammte aus der angesehenen Familie Rimski-Korsakow, deren männliche Mitglieder traditionell in militärischen Diensten standen, besonders in der russischen Marine. Die Eltern waren daneben aber auch stark musikalisch interessiert, erkannten seine musikalische Begabung und förderten sie.
1856 begann seine militärische und schulische Ausbildung im Seekadettenkorps in Sankt Petersburg, die er 1862 abschloss. An der Kadettenschule setzte Rimski-Korsakow seinen Klavierunterricht fort, interessierte sich aber hauptsächlich für die Oper.
Im Herbst 1859 erhielt er einen neuen Klavierlehrer, Théodore Camille, der ihn mit den Komponisten Balakirew und Cui bekannt machte. Ermuntert von seinen Förderern, begann er, sein erstes Werk, eine Sinfonie in es-moll, zu schreiben. Vollenden konnte er das Werk jedoch erst im Jahre 1865, da er nach Abschluss seiner Ausbildung zunächst für drei Jahre auf ein Kriegsschiff kommandiert wurde. Ende des Jahres 1865 führte Balakirew das Werk schließlich in Petersburg auf. In den folgenden Jahren beschäftigte sich Rimski-Korsakow zunehmend mit russischer Volksmusik und altrussischen Überlieferungen.
Im Juli 1871 wurde er Professor für Instrumentation und Komposition am Sankt Petersburger Konservatorium, und am 12. Juli 1872 heiratete er Nadeschda Nikolajewna Purgold, eine Komponistin und ausgezeichnete Pianistin. Von 1874 bis 1881 war er Direktor der Freischule für Musik und wirkte als Dirigent und Pädagoge. Eine wichtige Rolle kommt ihm auch bei der Bearbeitung und Verbreitung der Werke Mussorgskis zu, die er in oft geglätteter Form der Öffentlichkeit zugänglich zu machen suchte. Sein Kompositionsstil war beeinflusst von Glinka und Balakirew, Berlioz und Liszt. Zu seinen unmittelbaren Schülern gehörten Glasunow, Gretschaninow, Strawinski, Witold Maliszewski und Prokofjew; sein Einfluss ist aber auch noch in den Orchesterwerken von Ravel, Debussy, Dukas und Ottorino Respighi spürbar.
Im Sommer 1908 verstarb Nikolai Andrejewitsch Rimski-Korsakow in seinem Landhaus an einem Herzinfarkt.
Im Rahmen der Obrasso Concerts werden Werke, des des Komponisten Nikolai Andrejewitsch Rimski-Korsakow, regelmässig im KKL Luzern, der Tonhalle Zürich und dem Casino Bern aufgeführt.
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Werkverzeichnis von Nikolai Andrejewitsch Rimski-Korsakow
Kompositionen welche im Rahmen der Obrasso Concerts aufgeführt wurden
Scheherazade
Scheherazade, Opus 35, ist eine sinfonische Dichtung von Nikolai Rimski-Korsakow aus dem Jahr 1888. Das Orchesterwerk, das auf der Erzählung Tausendundeine Nacht beruht, zeichnet sich durch zwei typische Merkmale der russischen Musik und speziell der Kompositionen von Rimski-Korsakow aus: eine farbenfrohe Instrumentation und ein im russischen Reich weit verbreitetes Interesse für alles Orientalische.
Die Suite besteht aus vier Sätzen. Rimski-Korsakow liess sich zunächst überreden, ihnen die folgenden programmatischen Titel zu verleihen, entfernte sie aber später wieder zugunsten reiner Tempobezeichnungen und wandte sich dagegen, ein „Geschichtenerzählen“ in die Musik hineinzuinterpretieren.
I. Das Meer und Sindbads Schiff
II. Die Geschichte vom Prinzen Kalender
III. Der junge Prinz und die junge Prinzessin
IV. Feier in Bagdad. Das Meer. Das Schiff zerschellt an einer Klippe unter einem bronzenen Reiter.
Das Motiv am Anfang des ersten Satzes steht für den tyrannischen Sultan. Doch nach einigen Akkorden der Holzbläser, die an die Einleitung der Ouvertüre Ein Sommernachtstraum von Mendelssohn erinnern, erklingt das einzige Thema, das in jedem Satz wiederaufgenommen wird; es versinnbildlicht die Figur der Erzählerin selbst, Scheherazade, seine Frau, der es letztlich gelingt, ihn mit ihren Geschichten zu besänftigen. Die Melodie wird von einem Rezitativ der Solo-Violine vorgetragen und dabei von der Harfe begleitet.